Ursachen von Symptomen

Symptome Rugbyspielerin

Die Sportlerin hat insgesamt eine ausreichende Energiezufuhr und konsumiert genügend Eiweiß, Kohlenhydrate und Fette für ein allgemein gesundes Leben sowie für leistungsorientierten Sport. Die Verteilung der Makronährstoffe entspricht grundsätzlich den Anforderungen von intensivem Kraft- und Ausdauertraining. Obwohl diese solide Grundlage besteht, treten regelmäßig Kreislaufprobleme auf, vor allem zu bestimmten Zeiten im Menstruationszyklus. Die Ursachen dieser Symptome können vielfältig sein und müssen nicht unbedingt mit der Kalorienaufnahme in Verbindung stehen.

Eine mögliche Ursache könnte die hohe körperliche Belastung durch Training und Wettkampf sein. Bei intensivem Training steigt der Verbrauch bestimmter Mikronährstoffe und durch das Schwitzen gehen zusätzlich Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Natrium) verloren. Bleibt der Ausgleich dieser Verluste unzureichend, beispielsweise durch zu wenig Flüssigkeitszunahme, kann das Kreislaufsystem empfindlich reagieren, vor allem bei Belastung oder Hitze.

Im Verlauf des Menstruationszyklus kommt es auch zu hormonellen Veränderungen, die Auswirkungen auf die körperliche Leistungsfähigkeit haben. Der Blutdruck, das Flüssigkeitsgleichgewicht und das subjektive Belastungsempfinden werden unter anderem durch Schwankungen von Östrogen beeinflusst. Dies kann zusammen mit intensivem Training zu Schwindelgefühlen oder Leistungseinbrüchen führen. Hormonelle Werte des weiblichen Zyklus können für gewöhnlich einem Bluttest entnommen werden.

Die Zusammensetzung der Ernährung in Bezug auf Mikronährstoffe stellt einen weiteren wichtigen Aspekt dar. Eine sehr geringe Aufnahmemenge von Obst und bestimmten pflanzlichen Lebensmitteln kann die Zufuhr von Vitaminen beeinträchtigen, die für den Energiestoffwechsel, die Blutbildung und den Sauerstofftransport erforderlich sind. Ohne diese unterstützenden Nährstoffe kann die körperliche Belastbarkeit sinken, selbst wenn eine ausreichende Energiezufuhr erfolgt.

Zudem kann ein Eisenmangel eine entscheidende Rolle spielen. Eisen geht während der Regelblutung verloren und durch intensives Training steigt zusätzlich der Bedarf. Wenn dieser gesteigerte Bedarf nicht gedeckt wird, können Symptome wie Kreislaufprobleme, rasche Ermüdung, nachlassende Leistungsfähigkeit und geringere Belastungstoleranz auftreten. Vor allem bei einer vorwiegend pflanzenbasierten Ernährung oder einer reduzierten Zufuhr von Lebensmitteln mit hohem Eisengehalt kann dieser Mangel allmählich entstehen.

Auch das Timing der Mahlzeiten ist von Bedeutung. Längere Essenspausen oder eine unzureichende Nährstoffzufuhr unmittelbar nach dem Training können Blutzuckerschwankungen verursachen, die sich ebenfalls in Schwindel oder Kreislaufinstabilität äußern. Werte des Bluteisens können ebenfalls in einem ärztlich bestimmten Bluttest entnommen werden.

Zusätzliche potenzielle Einflussfaktoren sind unzureichende Salz- oder Elektrolytzufuhr durch eine zu geringe Flüssigkeitszunahme. Diese entstehen besonders durch Schwitzen. Auch Schlafmangel, mangelhafte Regeneration und psychischer Stress.


Symptome Turner

Der Sportler sorgt für eine ausreichende Zufuhr von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten, um ein generell gesundes Leben zu führen und achtet darauf, regelmäßig zu trinken. Die Gesamtzufuhr an Energie wirkt auf den ersten Blick angemessen. Dennoch treten zahlreiche gesundheitliche Beschwerden auf und es ist ein deutlicher Leistungsrückgang zu verzeichnen, was darauf hindeutet, dass neben den Makronährstoffen auch andere Faktoren eine wesentliche Rolle spielen.

Eine mögliche Verbindung besteht mit der hohen Trainingsintensität und dem daraus resultierenden Bedarf an Regeneration. Für Muskelarbeit, das Nervensystem, die Hormonregulation und das Immunsystem brauchen Turner neben Energie eine Vielzahl von Mikronährstoffen. Wird der langfristig erhöhte Bedarf nicht vollständig gedeckt, kann dies zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen, Erschöpfung und Leistungsstagnation führen.

Auch eine vegane Ernährungsweise kann einen Einfluss ausüben. Sie bietet zwar eine Vielzahl von Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen, aber ohne gezielte Planung kann die Zufuhr bestimmter Vitamine und Mineralstoffe schwierig sein. Dies kann besonders dann von Bedeutung sein, wenn die sportlichen Anforderungen hoch sind.

Zusätzlich enthält die Ernährung, aufgrund des Anteils an Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, Stoffe, die die Darmaufnahme bestimmter Mineralstoffe hemmen. Trotz einer rechnerisch ausreichenden Zufuhr kann es so zu funktionellen Mängeln kommen, die sich in brüchigen Nägeln, Haarausfall oder verminderter Leistungsfähigkeit äußern. ärztlich können Vitaminmangel mittels einem Blutbild erkannt und nachgewiesen werden.

Ein weiterer potenzieller Einflussfaktor ist ein Eisenmangel, der bei Personen, die sich sportlich betätigen und sich pflanzenbasiert ernähren, häufiger vorkommen kann. Für den Sauerstofftransport im Blut und die Energiegewinnung in den Zellen ist Eisen von Bedeutung. Ein Mangel kann sich unter anderem durch rasche Ermüdung, Kopfschmerzen, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Kraftverlust äußern. Eisenmangel kann für gewöhnlich ebenso mittels eines Blutbilds nachgewiesen werden.

Darüber hinaus können ein Mangel an Vitamin B12, eine unzureichende Zink- oder Jodversorgung oder ein niedriger Vitamin-D-Spiegel die beschriebenen Symptome verstärken. Eine dauerhaft unzureichende Energieverfügbarkeit im Vergleich zur Trainingsbelastung, Schlafmangel, psychischer Stress oder eine ungünstige Struktur der Mahlzeiten können ebenfalls zur Verschlechterung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit beitragen.

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